„Spindrift 2“ fällt die nächste Marke

Das Kap der Guten Hoffnung ist passiert. Die Crew der “Spindrift 2” ist in der Nacht zum Dienstag am berühmtesten Kap Südafrikas vorbeigesgegelt. Foto: Spindrift Racing

Der Riesen-Trimaran von Skipper Yann Guichard hat einen weiteren wichtigen Etappensieg gelandet. Nach 12 Tagen, 14 Stunden und 58 Minuten seit dem Start tauchte die „Spindrift 2“ in den Indischen Ozean ein und liegt damit auf der Jagd nach der schnellsten Weltumrundung unter der Referenzzeit.

In der Nacht zum Dienstag um 3.40 Uhr MEZ querte die „Spindrift 2“ den 20. Längengrad Ost und passierte damit das Kap Agulhas in Südafrika, das die Schnittstelle zwischen Atlantischem und Indischem Ozean markiert. Bei dem Versuch, den Rekord einer gesegelten Weltumrundung zu unterbieten, liegt die zwölfköpfige Crew um Skipper Yann Guichard damit weiter gut auf Kurs.

Doch der Vorsprung auf die Referenzzeit der „IDEC Sport“, die den Rekord und damit die Jules Verne Trophy seit 2017 hält, war kleiner als erhofft. Einen halben bis einen ganzen Tag wollte Guichard vom Start in Ushant/Frankreich bis zum Indischen Ozean auf Francis Joyon gutmachen, denn der Skipper der „IDEC Sport“ war vor zwei Jahren im weiteren Verlauf der Weltumrundung sehr schnell unterwegs.

Der Vorsprung am Kap betrug schließlich „nur“ 6 Stunden und 43 Minuten, denn auf dem Weg durch den Südatlantik mussten Guichard und Crew einen weiten Bogen um das ausgeprägte St. Helena Hoch machen und schließlich tief gen Süden abtauchen. Bis zum 43. Breitengrad segelte die „Spindrift 2“ nach Süden, um wieder volle Fahrt aufnehmen zu können. Rund 300 Seemeilen betrug der Vorsprung schließlich, als zunächst das Kap der Guten Hoffnung und schließlich zwei Stunden später das Kap Agulhas, das den tatsächlichen südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents markiert, passiert wurde.

Nach den Kaps in Südafrika hat die “Spindrift 2” nun die Kerguelen in den Fokus genommen. Foto: Chris Schmidt / Spindrift Racing

„Wir mussten einen großen Umweg machen, um das St. Helena Hoch zu umgehen. Es war ziemlich extrem, aber wir hatten keine andere Möglichkeit. Seit drei Tagen haben wir aber das Tempo erhöht und es fühlt sich gut an“, sagte Yann Guichard, nachdem er die drittbeste Zeit vom Start bis zum Indischen Ozean in der Geschichte der Jules Verne Trophy erreicht hatte.

Nun gilt es, das Hoch südlich von Madagaskar links liegen zu lassen und Kurs auf das Insel-Archipel der Kerguelen zu nehmen. In den kommenden drei Tagen werden gute Windbedingungen erwartet, so dass die „Spindrift 2“ auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 35 Knoten bis zu den Kerguelen hofft.

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