Golden Globe Race: endlich an Land, endlich Essen

Die “One and All” auf den letzten Metern in Richtung Ziel vor Les Sables d’Olonne. Foto: Golden Globe Race

Ein letzter Sturm, ein letztes Mal kämpfen und den Hunger erdulden. Der Este Uku Randmaa hat am Sonntag als Dritter das Ziel des Golden Globe Race in Les Sables d’Olonne erreicht.

Auf den abschließenden 300 Seemeilen erwischte es den arg gebeutelten Esten noch einmal kräftig. Ein Sturm mit 50 Knoten Wind und heftigem Seegang zog über Randmaa und seine Rustler 36 „One and All“ hinweg, als er die Biskaya erreichte. Doch der 56-Jährige wetterte auch diese Unbillen ab und erreichte schließlich den Start- und Zielort an der französischen Atlantikküste nach 252 Tagen und 1 Stunde auf See. 41 Tage nach Sieger Jean-Luc van den Heede (Frankreich) und dem zweitplatzierten Mark Slats (Niederlande) ist er damit der Dritte, der das Solo-Weltrennen Golden Globe Race, das den Spuren des Ursprungsrennen vor 50 Jahren gefolgt ist, beendet hat.

Von den gesegelten 28.461 Seemeilen werden Randmaa vor allem die letzten Wochen im Atlantik in Erinnerung bleiben. Ihm waren die Essensvorräte zu Neige gegangen. Seit der Rundung des Kap Hoorn am 19. Januar hatte er keine reguläre Mahlzeit mehr zu sich genommen. Daher freute sich der Este vor allem auf ein schönes Essen nach der Ankunft mit seiner Frau und seinen kleinen Kindern.

Nach acht Monaten auf See konnte Uku Randmaa endlich wieder seine Familie in die Arme schließen. Foto: GGR

Zu seiner Begrüßung in Les Sables d’Olonne waren auch die Konkurrenten van den Heede und Slats angereist, die seit über einem Monat bereits wieder an Land sind. Nach Randmaa folgen nun noch zwei der ehemals 18 Starter. Istvan Kopar (USA/Ungarn) ist gerade den Hochdruckfängen über den Azoren entkommen und macht sich an die letzten 1000 Seemeilen. Der Finne Tapio Lehtinen kämpft dagegen noch im Südatlantik und wird nicht vor Mai wieder in Europa zurückerwartet.

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