Gut vorbereitet für die erste Herausforderung

Luise und Helena Wanser sorgten bei den 470er-Frauen als Vierte für ein Top-Resultat vor Mallorca. Foto: GST/Lars Wehrmann

Mit einem Dutzend Top-Ten-Platzierungen bei der Trainingsregatta vor Mallorca geht das German Sailing Team nach kurzer Pause in der Heimat in die erste große Herausforderung Ende des Monats bei der Trofeo Princesa Sofia.

Zum Auftakt der europäischen Saison haben die deutschen Athleten mit Olympia-Ambitionen die Ferieninsel Mallorca in Beschlag genommen. Anfang des Monats stand eine Teambulding-Maßnahme mit den Trainern und Kaderathleten des German Sailing Team auf dem Plan, danach folgte für viele der Start bei der Regatta im Mallorca Sailing Center. Und Ende des Monats geht es schon wieder auf die Belaren-Insel, wenn bei der Trofeo Princesa Sofia die erste von zwei Ausscheidungen für die Pre-Olympics in Enoshima im August gesegelt wird. In acht Disziplinen waren die Deutschen vertreten und konnten in einem international starken Feld immerhin zwölf Top-Ten-Platzierungen einfahren.

470er-Männer

Wechselhaft waren die Platzierungen für das beste deutsche Team, Malte Winkel/Matti Cipra. In neun Wettfahrten ging es viermal unter den ersten Zehn, viermal aber auch nur hinter den Top-Ten unter den 33 Mannschaften ins Ziel. Inklusive einer Frühstart-Disqualifikation reichte das zum zehnten Platz. Die großen deutschen Olympia-Konkurrenten Simon Diesch/Philipp Autenrieth waren nicht gestartet.

470er-Frauen

Mit drei Crews in den Top-Tean waren die deutschen 470er-Frauen einmal mehr stark dabei. Allerdings setzten diesmal nicht die Worldcup-Siegerinnen von Miami, Frederike Loewe/Anna Markfort, die Glanzlichter – sie wurden Neunte. Vielmehr machte der Nachwuchs auf sich aufmerksam. Die beiden U24-Teams Luise und Helena Wanser (4.) und Theres Dahnke/Birte Winkel (6.) konnten sich noch davor platzieren.

Laser

Nach starkem Auftakt ließ Svenja Weger im Laufe der Serie zwar einige Punkte liegen, schaffte aber als Fünfte dennoch ein gutes Ergebnis in einem starken Feld. Nachdem das Nationenticket bei den Laser Radial bereits gesichert ist, geht es in dieser Saison darum, auch gegenüber dem DOSB nachzuweisen, dass die deutschen Laser-Frauen olympiafit sind. Bei den Männern gab es in Abwesenheit der deutschen Spitze keine Top-Ten-Platzierung.

49er

Gleich doppelt auf dem Podium waren die deutschen Skiff-Segler vertreten. Die Ex-Europameister Justus Schmidt/Max Boehme konnten dabei die WM-Dritten des vergangenen Jahres, Tim Fischer/Fabian Graf, trotz einer Frühstart-Disqualifikation in der letzten Wettfahrt knapp hinter sich lassen und feierten den zweiten Platz. Bereits im Februar, beim Portugal Grand Prix, hatten Schmidt/Boehme auf dem Podium gestanden.

49erFX

Rechtzeitig vor den großen Events des Jahres scheinen die FX-Asse des German Sailing Team in Fahrt zu kommen. Victoria Jurczok/Anika Lorenz, die beim Worldcup vor Miami noch überraschend das Finale der besten Zehn verpasst hatten, platzierten sich nun auf Rang vier. Tina Lutz/Susann Beucke, die Miami zugunsten der Vorbereitung in Portugal ausgelassen hatten, wurden Neunte.

Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer kamen im Laufe der Serie immer besser in Fahrt und wurden Sechste. Foto: GST/Lars Wehrmann

Nacra17

Während Johannes Polgar/Carolina Werner als Elfte knapp an einer Top-Ten-Platzierung vorbeifuhren, schafften Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer den Sprung unter die ersten Zehn. Wie bei vergangenen Regatten auch brauchte das junge Duo allerdings erst ein paar Wettfahrten, um in den Rhythmus und schließlich auf Platz sechs zu kommen.

Finn

Einträchtig auf den Rängen sieben und acht platzierte sich die deutsche Finn-Gemeinschaft. Phillip Kasüske konnte sich dabei knapp gegen seinen Trainingspartner Max Kohlhoff durchsetzen. Die beiden Athleten bleiben weiterhin auf Mallorca, um intensiv in Richtung EM im Mai vor Athen hinzutrainieren. Denn dann werden die nächsten Olympia-Tickets vergeben.

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