Mit kalkuliertem Risiko zur Drachen-Medaille

Klaus Diederichs (rechts) kann im letzten Rennen mit kalkuliertem Risiko segeln und Bronze oder noch mehr sicherstellen. Foto: Int. Dragon Association

Einen Tag vor Abschluss der Drachen-Weltmeisterschaft festigt sich der bisherige Stand, und der Deutsche Klaus Diederichs hat beste Chancen, im finalen Rennen eine Medaille sicherzustellen.

Neun der geplanten zehn Wettfahrten sind vor Fremantle/Australien gesegelt, und an der Spitze des WM-Feld mit 34 Booten aus zehn Nationen zeigen sich in jedem Rennen immer wieder die gleichen Namen. Bestens dabei: Klaus Diederichs mit seiner britisch-italienischen Mannschaft Jamie Lea und Diego Negri. Auf Platz drei fehlt der internationalen Mannschaft, die unter britischer Flagge segelt, nur noch ein kleiner Schritt, um einen Platz auf dem Podium sicherzustellen. Mehr noch: Diederichs, der als Investmentbanker seit über 30 Jahren in London lebt, kann in der finalen Wettfahrt voll auf Angriff segeln.

An der Spitze liegt derzeit das Titelverteidiger-Team um den britischen Steuermann Andy Beadsworth, das indes die türkischen Farben vertritt. Beadsworth und Crew, die schon die PreWorlds an gleicher Stelle gewonnen haben, haben sich zwar einen kleines Punktepolster von drei bzw. vier Zählern gegenüber dem zweitplatzierten Grant Dalton (Großbritannien) und Diederichs angelegt, doch mit einer Frühstart-Disqualifikation in der Liste können sie sich keinen Patzer mehr erlauben. Das gleiche gilt auch für Dalton.

Bis auf eine Frühstart-Disqualifikation segelt Andy Beadsworth bisher eine überzeugende WM. Foto: Int. Dragon Association

Bei Klaus Diederichs steht dagegen ein siebter Platz als schlechtestes Resultat in der Liste. Damit ist auch das Risiko, noch vom Siegerpodest zu stürzen, kalkulierbar. Denn Peter Gilmour auf Rang vier hat bereits fünf Punkte Rückstand. Schafft es die australische AC-Legende im Abschlussrennen nicht auf Platz eins oder zwei, ist Diederichs die Medaille nicht mehr zu nehmen.

Einen sicheren Platz in den Top-Ten hat sich die einzige rein deutsche Mannschaft mit Steuermann Kai Michael Schaper und seinen Vorderleuten Jochen Schümann und Klaus Skrippale erarbeitet. Aktuell auf Platz neun können sie allenfalls noch einen Platz abrutschen, allerdings ist nach vorn auch nichts mehr möglich.

Das Abschlussrennen ist für Mittwoch geplant, bevor die Meister gekürt werden.

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