Schwarz-Rot-Gold – um die Welt!

Offshore Team Germany: eine deutsche Kampagne für „The Ocean Race“

Das Offshore Team Germany will Deutschland nach 20 Jahren wieder an den Start zum Weltrennen bringen. Foto: OTG

„The Ocean Race“ hat den Countdown offiziell eröffnet. Rund 1000 Tage sind es bis zum Start einer der größten sportlichen Herausforderungen überhaupt – zweieinhalb Jahre, bis die Hochsee-Helden vor Alicante erneut die Hetzjagd um die Welt eröffnen: Und das Offshore Team Germany (OTG) steht in den Startlöchern!

Zwei Jahrzehnte nach dem Triumph der „Illbruck“, 20 Jahre nach dem legendären Zieleinlauf vor Kiel sollen beim Rennen um die Welt 2021/22 erstmals wieder die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold beim Meeres-Marathon vertreten sein. Starboot-Weltmeister Robert Stanjek als Teamkapitän und Teammanager Jens Kuphal sind die Motoren des Projekts, haben gemeinsam die OTG-Strukturen geschaffen.

Das Offshore Team Germany legt alle Kraft und Konzentration auf die Teilnahme am nächsten „The Ocean Race“ (TOR). Schon seit über einem halben Jahr besteht ein enger Kontakt zum neuen Management des TOR, laufen die Vorbereitungen für die erfolgreiche Teilnahme bei der nächste Auflage des Rennens auf Hochtouren. Es ist Zeit für eine neue deutsche Hochsee-Erfolgsgeschichte – es ist der richtige Zeitpunkt für den Start des Offshore Team Germany in das Abenteuer „The Ocean Race“!

Finale Phase – Refit kurz vor dem Abschluss

Vor zwei Jahren hat das OTG die ehemalige „Acciona“, ein Imoca Open 60 mit hohem Speedpotenzial, erworben – ein Glücksfall für das Team. Um den bewährten Rumpf herum ist in den vergangenen Monaten ein neues Schiff entstanden. Die im Offshore-Bereich erfahrene Werft Trimarine in Lissabon/Portugal hat mit umfangreichen Composite-Arbeiten und -Modifikationen den Rumpf der Yacht auf den aktuellen technischen Stand gebracht und damit fit für die Ozeane gemacht.

Nach dem Refit des Rumpfes in Lissabon ist das Boot auf dem Weg nach England zur weiteren Ausstattung. Foto: OTG

Mit der Fertigstellung hat der bisherige Projektmanager Charles Euverte (DMG Mori) die weiteren Arbeiten in die Hände von Joff Brown (Hugo Boss/Lighthouse) gelegt. Er ist nun für den Neuausbau der Yacht mit Kiel, Mast, Elektrik, Elektronik und Rigging verantwortlich. Dafür ist die Yacht nach Gosport/Südengland überführt worden. „Wir haben für unser Projektmanagement höchst anerkannte Experten gewinnen können, die für absolute Top-Qualität im modernen Yacht-Bau stehen. Mit Joff Brown arbeiten wir im direkten Umfeld um die britische Segel-Ikone Alex Thomson“, begeistert sich Jens Kuphal am Coup, der mit dem Kauf der Yacht und dem Refit-Management gelungen ist.

Fastnet Race – Das erste Mal im Imoca Fully Crewed Modus

Noch im Mai soll die OTG-Yacht ins Wasser, kommt dann zum Schaulaufen nach Kiel und bewältigt schließlich beim legendären Fastnet-Race ihre erste Bewährungsprobe: Unter der Führung von Robert Stanjek soll das OTG-Team als erster Imoca im offiziellen Fully-Crewed-Modus mit internationalen Seglern und deutschen Nachwuchs-Assen an Bord an den Start gehen.

Im Anschluss erfolgt die Auswertung der gesammelten Daten und Erfahrungen. Auf dieser Basis und nach Bekanntgabe der TOR-Route werden dann die Foils der neuesten Generation gefertigt und eingebaut, um die Yacht in die direkte Vorbereitung zum „The Ocean Race“ und ins aktuelle Foil-Zeitalter zu katapultieren.

Starker Partner – Offizieller Start der Kampagne zur Kieler Woche

In der Historie des seit 1973 ausgetragenen Weltrennens steht das Kieler Finale 2002 immer noch für ein unvergessliches Kapitel deutscher Segelgeschichte. 300.000 Menschen zu Lande und zu Wasser empfingen damals die Flotte, brachten die Förde zum Brodeln. „Es ist unfassbar, einfach unglaublich. Viel besser, als jeder geglaubt hat. Das ist der Segel-Top-Spot, unglaublich. Ich habe eine olympische Medaille. Aber dies hier ist das Beste“, sprudelte John Kostecki, der siegreiche „Illbruck“-Skipper, damals hervor.

Mit Kiel.Sailing.City zieht ein starker Partner mit dem Offshore Team Germany an einem Strang. Von Beginn an ist Axel Bauerdorf, Prokurist bei der Kiel-Marketing GmbH, über jede Entwicklung beim OTG informiert. Und Kiel will wieder Etappenort werden, stärkt damit einer deutschen Kampagne für das „The Ocean Race“ den Rücken.

Die Ex-“Acciona” könnte in Kiel wieder für emotionale Momente sorgen. Foto: OTG

„Wir sind sowohl im direkten und engen Austausch mit den Verantwortlichen vom TOR als auch im engen Dialog mit dem Offshore Team Germany. Für das Rennen ist es enorm wichtig, dass ein deutsches Team an den Start geht, und wir wissen um die Bedeutung eines deutschen Standortes für das Rennen. Wir werden die nächsten Wochen intensiv nutzen, um gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren die Bewerbung voranzubringen. Es freut uns sehr, dass mit Jens Kuphal und Robert Stanjek zwei Personen das Projekt TOR sehr professionell verfolgen, und ich hoffe, dass wir unseren Beitrag zum Erfolg beitragen können“, sagt Axel Bauerdorf.

„Einer der Schlüsselfaktoren auf dem Weg nach Alicante in 2021 ist der Schulterschluss mit der Stadt Kiel als möglicher Stopover im kommenden Rennen“, sagt OTG-Teammanager Jens Kuphal und will, nach der Fertigstellung des Imocas, in Kiel den emotionalen Startschuss für das Projekt geben: „Wir werden zum Auftakt der Kieler Woche unsere Kampagne offiziell vorstellen und mit unserer Bootstaufe gebührend feiern.“ Geplant ist auch die Teilnahme am Welcome Race. Kiel ist bereit, nach 20 Jahren wieder ein großes Ocean-Race-Spektakel zu feiern.

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