RVS Inshore Cup: Deutscher Grand Slam für Seesegler

Der neue RVS Inshore Cup soll für spannende Rennen auf der Seebahn sorgen. Foto: Felix Diemer

Die Regatta-Vereinigung Seesegeln bringt frischen Wind in die deutsche Yacht-Szene. Nach der Auffrischung des Ambientes für die Regatten, bringt die RVS nun den Inshore-Cup – inklusive eines neuen Events – auf Kurs.

Vier Events stehen im Kalender der Rennserie, die neben der Deutschen Meisterschaft zur Travemünder Woche mit der Maior-Regatta und der Kieler Woche zwei Events auf der Kieler Außenförde und das Saisonfinale vor Port Olpenitz umfasst. In diesem Grand Slam der deutschen BigBoat-Szene ermitteln die Crews ihre Besten für 2019.

Inspiriert wurde die Serie durch die hochkarätigen Acts der 52 Super Series oder weiterer professioneller Serien im Mittelmeer und in Südengland. Der RVS Inshore Cup richtet sich an ORC-vermessene Yachten, die IDM vor Travemünde geht mit einem Faktor von 1,3 in die Wertung ein. Und einen Streicher wird es bei den vier Events nicht geben. Im Fokus stehen kurze, schnelle Rennen – entweder nach Up-and-Down oder im kurzweiligen Sprint-Format als Coastal-Race. Hintergrund der Serie ist es, für die Teams, aber auch die Veranstalter mehr Verbindlichkeit zu schaffen und große Felder an die Linie zu bringen. Die Jahreswertung soll einen größeren Anreiz schaffen, die Saison wird gestrafft und sportlich aufgewertet. Neben dem Zeitplan liefert die RVS auch gleich ein Bluebook, einen umfangreichen Maßnahmen-Katalog, der für eine attraktive Gestaltung des Programms zu den Events Sorge tragen soll.

„Wir gehen mit dem RVS Inshore Cup in die dritte Saison seit unserem Relaunch. Die Idee ist jetzt aber erst vollständig entwickelt, was wir dem aktiven Austausch mit unseren Seglern als auch mit zahlreichen Veranstaltern zu verdanken haben“, sagt der RVS-Vorsitzende Bertil Balser.

In enger Abstimmung mit dem Kieler Yacht Club wurden sowohl die Regatten auf der Seebahn zur Kieler Woche neu konzipiert, als auch das RVS-Saisonfinale in Port Olpenitz aufgesetzt. Beide Events orientieren sich dabei bereits am neuen RVS Bluebook, welches die Wünsche und Ansprüche von Seeseglern an zeitgemäße Regatten erstmalig zusammenfasst und für Veranstalter einordnet. „Es gibt Regatten, die haben sich entgegen eines eher rückläufigen Trends sehr positiv entwickelt“, sagt der frisch gewählte RVS-Vize Bendix Hügelmann und fügt an: „Das Bluebook fasst all die kleinen Maßnahmen zusammen, welche in der Summe eine attraktive Regatta ausmachen. Es ist unser Angebot an die Veranstalter, gemeinsam das Erlebnis für die Segler zu verbessern.“

Das Regelwerk des RVS Inshore Cups wird für 2019 ebenfalls angepasst. So dürfen Teams zur Saison 2019 wahlweise einen Gast oder einen Jugendlichen bis 16 Jahren unabhängig vom Crewgewicht mit an Bord nehmen (ausgenommen ist hier die IDM-See). In Ergänzung zum Inshore Cup arbeitet die Klassenvereinigung an Angeboten für die Langstrecken- und Double-Hand Fraktion. „Double-Hand-Segeln erfreut sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit und passt über die Mischung aus Teamsport und Individualisierung sehr gut zum Zeitgeist“, sagt RVS-Vize Bendix Hügelmann. „Wir sehen hier eine große Chance für die Attraktivität des Seesegelns insgesamt und werden in Kürze ein entsprechendes Pilot-Projekt für 2019 vorstellen“, so Hügelmann weiter.

Die Termine des RVS Inshore-Cups:

  • Round 1: Mai Offshore Regatta, Kiel, 3. – 5. Mai 2019
  • Round 2: Kieler Woche Seebahn, Kiel-Cup, 22. – 25. Juni 2019
  • Round 3: IDM Seesegeln, Travemünder Woche, 20. – 23. Juli 2019
  • Round 4: RVS Saisonfinale, Port Olpenitz, 7. – 8. September 2019

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